Der Dschungel der Psychiatrie
Hier werden einige Definitionen beschrieben.
So erhältst du einen besseren Überblick.
Was ist eine Lebenskrise?
Eine Lebenskrise beschreibt einen Punkt, an dem sich etwas zuspitzt und anders wird, als es zuvor war. Dieses kann für den Betroffenen Gefahr bedeuten, aber auch zugleich eine Chance für Veränderung und Neuorientierung sein. In jedem Fall müssen der Betroffene sowie das gesamte Umfeld lernen, mit der neuen Situation umzugehen.
Stress, Ängste, innere Ohnmacht, Sprachlosigkeit und das Gefühl, die bevorstehende Herausforderung kaum bewältigen zu können, kann emotional für alle sehr belastend sein.
Bisherige Lebenseinstellungen, Bewältigungsmethoden oder Lebensmuster reichen nicht mehr aus. Auslöser für eine Lebenskrise können Ereignisse von außen sein, Beziehungskonflikte und Lebensveränderungen. Krisen sind keine psychische Erkrankung. Jedoch können Menschen aufgrund eigener oder Lebenskrisen eines nahestehende Menschen eine psychische Störung und seelische Beeinträchtigung entwickeln.

Ist das Gehirn beteiligt?
Bei allen psychischen Störungen ist das Gehirn als zentrales Organ des Menschen beteiligt. Seit fast 100 Jahren wird geforscht und noch lange hat die Wissenschaft nicht ausreichende und vollständige Erkenntnisse über die komplexe Struktur und den Mechanismus des Gehirns.
Psychisch erkrankte Menschen sind oft von Störungen im Gehirn betroffen. Sie wollen diese Störung nicht und können vielfach nichts dafür, dass sie sich plötzlich so vorfinden. Im Jugendalter, in der Zeit ihres jungen Erwachsenendasein, in der Menopause oder viel später im Alter kann sich das Verhalten und Denken verändern. Es sind oft Auswirkungen von sich verändernden Prozessen im Gehirn.
Medikamente und ihre Auswirkung
Heute steht den Fachärzten eine breite Palette von Medikamenten zur Verfügung. Mit diesen versuchen sie, auf die unterschiedlichen Prozesse im Gehirn so Einfluss zu nehmen, dass Störungen behoben, abgemildert oder ihre Auswirkungen eingeschränkt werden.
Die Wirkung von Medikamenten kann bis zu einigen Wochen dauern. Hier ist viel Geduld erforderlich, bis
ein passendes Medikament vom Arzt gefunden ist und entsprechend wirkt. Leider können diese Medikamente auch Nebenwirkungen haben, die man dann mit seinem Arzt besprechen kann.
Wann spricht man von „psychisch erkrankt/seelischer Störung“?
Wenn eine auffallende Abweichung von der Norm im Blick auf das Verhalten und Erleben des Menschen sein Denken, Fühlen und Handeln beeinträchtigt und dies für einen längeren Zeitraum (meist über 6 Monate) das Leben in der Beziehung und im Umfeld des Betroffenen erschwert.
Was ist Psychiatrie?
Psychiatrie ist eine medizinische Wissenschaft. Sie erforscht, diagnostiziert, therapiert und lindert psychische Erkrankungen.
Was ist Psychologie?
Psychologie ist allgemein die Wissenschaft vom Verhalten und Erleben des Menschen und seiner Erfahrungen, Prägungen sowie der eigenen Persönlichkeit.
Was ist ein Psychiater?
Psychiater haben ein Medizinstudium sowie eine entsprechende Facharztausbildung abgeschlossen. Sie sind Ärzte, dürfen Patienten behandeln und Medikamente
verschreiben.
Was ist ein Psychologe?
Psychologen sind Wissenschaftler, haben Psychologie studiert und befassen sich mit dem Lernen und Verhalten von Menschen. Mit einer Weiterbildung können sie als psychologische Psychotherapeuten therapeutische Gespräche führen und mit kognitiven Methoden beraten.
Was ist eine Psychotherapie?
Psychotherapie bedeutet so viel wie „Behandlung der Seele“. Sie beschäftigt sich mit seelischen Problemen und Krankheiten. Eine Psychotherapie kann Wege aus dem Tief zeigen und seelische Probleme beheben.
Was ist ein Lebensberater?
Lebensberatung ist ein vom Berater nach methodischen Gesichtspunkten gestalteter Problemlöseprozess, durch den die Eigenbemühungen des Ratsuchenden
unterstützt und optimiert bzw. seine Kompetenzen zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben und Probleme verbessert werden.
Was ist ein Seelsorger?
Seelsorge wird heute nicht mehr einheitlich als eine christliche
oder geistliche Aufgabe verstanden. Auch spezifische Gespräche über Ziele, Sinn und Gestaltung des Lebens ist für viele Menschen und auch Psychotherapeuten ein Synonym für Seelsorge.
Quelle: Wilfried Veeser und Susanne Syring-Heinrich
ADHS
Ängste
Depression
Belastungsstörungen
Bipolare Störung
Borderline
Burnout
Demenz
Essstörung
Panikattacken
Psychose und Schizophrenie
Süchte
Trauma
Zwänge
Psychosomatik: wenn die Seele zusätzlich körperlich krank macht: ständige Müdigkeit und Erschöpfung , Schmerzen, Magen-Darm- und Verdauungsbeschwerden, Herz-Kreislaufsystem-Probleme wie hoher Blutdruck oder Herzstolpern usw.